Feijoada – Das Original-Rezept für Brasiliens Nationalgericht

Feijoada ist mehr als ein Gericht – es ist ein Ritual. Jeden Samstag dampft in brasilianischen Küchen der große Topf, die Familie versammelt sich, und der Duft von schwarzen Bohnen, Lorbeer und Knoblauch füllt das Haus. Feijoada verbindet Generationen, Regionen und Kulturen – und ist das unbestrittene Nationalgericht Brasiliens.

Was ist Feijoada?

Feijoada ist ein kräftiger Eintopf aus schwarzen Bohnen (Feijão Preto) und verschiedenen Schweinefleischsorten – traditionell Ohren, Schwänze, Füße und Speck, heute oft mit Rippchen, Linguica und Carne Seca. Das Gericht hat afrikanische Wurzeln und entstand in der Zeit der Sklaverei – aus den Fleischresten, die übrig blieben. Heute ist es das stolzeste Gericht des Landes.

Zutaten für 6 Personen

  • 500 g Feijão Preto (schwarze Bohnen), über Nacht eingeweicht
  • 300 g Schweinerippchen
  • 200 g Speck (gewürfelt)
  • 200 g Linguica oder Chorizo
  • 200 g Carne Seca oder Kasseler (gewürfelt)
  • 1 große Zwiebel (gewürfelt)
  • 4 Knoblauchzehen (gehackt)
  • 3 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer, Olivenol
  • 2 Orangen (zum Servieren, in Scheiben)

Zum Servieren: Reis, Farofa, Couve (Grünkohl oder Wirsing, in feine Streifen geschnitten und in Knoblauch angebraten), Orangen

Zubereitung

  1. Bohnen vorbereiten: Schwarze Bohnen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und abspülen.
  2. Fleisch anbraten: Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen. Rippchen und Linguica dazugeben und von allen Seiten anbraten. Herausnehmen und beiseitelegen.
  3. Basis kochen: Zwiebel und Knoblauch im selben Topf glasig dünsten. Bohnen, angebratenes Fleisch, Carne Seca und Lorbeerblätter hinzufügen. Mit Wasser bedecken (ca. 2 Liter).
  4. Schmoren: Zum Kochen bringen, dann bei niedriger Hitze 2–3 Stunden köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind und die Sauce sämig wird. Im Schnellkochtopf: ca. 40 Minuten.
  5. Abschmecken: Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer möchte, zerdrückt einige Bohnen mit einem Löffel, um die Sauce zu binden.
  6. Servieren: Feijoada in tiefen Tellern mit Reis, Farofa, angebratenem Grünkohl und Orangenscheiben servieren. Die Orange ist kein Dekoration – sie hilft bei der Verdauung des kräftigen Gerichts.

Tipps

  • Vorbereitung: Feijoada schmeckt am nächsten Tag noch besser – ruhig einen Tag vorher kochen.
  • Fleischauswahl: Je mehr verschiedene Fleischsorten, desto komplexer der Geschmack. Traditionell werden auch Schweineohren und -füße verwendet.
  • Farofa nicht vergessen: Sie saugt die Sauce auf und macht das Gericht erst komplett. Unsere fertige Farofa ist in Minuten bereit.
  • Caipirinha dazu: In Brasilien wird Feijoada traditionell mit Caipirinha eingeleitet und mit Guaraná begleitet.

Hinweis: Das Titelbild wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz generiert.

 

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